Freiwillige  Feuerwehr  Neukirchen  beim  Heiligen  Blut  /  Lkr.  Cham       N O T R U F  1 1 2

Nachfolgende sind einige ausgewählte Einsätze als Detailbericht aufgeführt.
Die gesamte Liste aller Einsätze des Jahres finden Sie hier: Einsätze 2017

Unfalltragödie in Lamberg

Einsatzort: Lamberg, 93453 Neukirchen b. Hl. Blut
Datum und Einsatzzeit: 21.10.2017, 15:31 Uhr
Alarmstufe: THL-Wasser
Eigene Fahrzeuge: Florian Neukirchen 11/1 (MZF), Florian Neukirchen 40/1 (HLF), Florian Neukirchen 21/1 (TLF), Florian Neukirchen 30/1 (DLK)

Mann stirbt bei Wartungsarbeiten am Tiefbrunnen.

Ein Mann aus dem Gemeindebereich Neukirchen beim Heiligen Blut hat am Samstag bei Arbeiten an einem Tiefbrunnen sein Leben verloren. Die Tragödie ereignete sich am Nachmittag im Ortsteil Lamberg.


Vater und Sohn führten gemeinsam die Wartung durch. Weil bei der Alarmierung zunächst von mehreren Personen im Wasser die Rede war, alarmierte die Rettungsleitstelle neben Bergwachten, Rettungsdienst und Feuerwehr außerdem die Wasserrettung. Doch vor Ort ergab sich eine andere Einsatzlage: Zwei Personen befanden sich wegen Wartungsarbeiten an einem Brunnen in einem mehrere Meter tiefen Schacht. Zwei Männer hatten am Nachmittag eine Quellschüttung am Waldrand gesäubert. Doch in der Tiefe war zu wenig Sauerstoff in der Luft, erläuterte Kreisbrandrat Mike Stahl.

Nach ersten Erkenntnissen fiel zunächst der Jüngere in Ohnmacht, der ältere Lamberger bemerkte dies und wollte helfen. Doch kurz darauf verlor auch er aufgrund Sauerstoffmangels das Bewusstsein. Dann kam der Jüngere wieder zu sich und rief um Hilfe, hieß es seitens Rettungsdienst. Die als erstes eintreffenden Feuerwehren erkannten die Lager und pumpten umgehend Sauerstoff in das Erdloch, sodass die Konzentration des Gases von sieben auf 25 Prozent gesteigert werden - damit konnten die Arbeiten der Rettungskräfte in sechs oder sieben Metern Tiefe beginnen.

Die zum Unglück ebenfalls alarmierten Bergwachten kümmerten sich mit dem Notarzt um die Versorgung der Männer in der Tiefe. In einer gemeinsamen Kraftanstrengung gelang es schließlich den Einsatzkräften von Feuerwehr und Bergwacht die Verletzten an die Oberfläche zu holen. Dort kümmerten sich die Einsatzkräfte des Rettungsdienstes weiter um sie. Für den Älteren der Verletzten konnten sie jedoch nichts mehr tun. Er verstarb noch an der Unglücksstelle. Um die zum Unglücksort eilenden Angehörigen kümmerte sich die Notfallseelsorge. Die Polizei nahm die Ermittlungen auf.

Presseartikel, Quelle: Idowa.de (Altmann D.)

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